Lindenau WRS-System

Ein Gesamtbeitrag zur Beseitigung der weltweiten Katastrophe der Vermüllung unserer Meere.

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU fördert eine Realisierungsstudie für die Kap Verden

Im September 2015 wurden die Sustainable Development Goals 2030 von den Vereinten Nationen verabschiedet. Gemäß der Vereinten Nationen ist eine nachhaltige Abfallwirtschaft von zentraler Bedeutung für:

  • die Gesundheit, die Lebensqualität und das Einkommen von Menschen, insbesondere der armen Bevölkerung,
  • den Schutz der Umwelt und die effiziente und nachhaltige Nutzung von Ressourcen, sowie
  • die drastische Minderung von Treibhausgasen und damit für den Klimaschutz.
  • den Schutz der Meere vor der Vermüllung mit Plastik

Mehrere internationale Zusammenschlüsse (G7 und G20) haben diese Ziele als wünschenswert und förderungswürdig priorisiert.

Seit 2009 befasst sich der in Kiel, Norddeutschland, lebende und arbeitende Unternehmer und Schiffbauer Dirk Lindenau mit seinem Ingenieurbüro Lindenau Maritime Engineering & Projecting (LindenauME&P) mit der internationalen Abfallwirtschaft. Im Rahmen von Marktanalysen wurde festgestellt, dass Länder, insbesondere in Asien, Afrika und Südamerika, vor großen strukturellen, logistischen und finanziellen Herausforderungen in Bezug auf ein nachhaltiges Abfallmanagement stehen. Die meisten dieser Länder können sich ein Abfallmanagementsystem wie in Deutschland nicht leisten. Daher liegt der Standard in diesen Ländern um viele Jahrzehnte hinter dem von Deutschland zurück.

Mit Spezialisten aus der maritimen- und Umweltindustrie wurde ein schlüsselfertiges, schiffsbasiertes Abfallmanagement System für Inselstaaten und hier konkret für die Kap Verdischen Inseln entwickelt und projektiert. Zwei Studien wurden von der DBU gefördert. Mit dem Ziel, eine nachhaltige Abfallwirtschaft mit Schiffen für alle Inselstaaten und große Städte an Küsten oder Flüssen, logistisch, technologisch und betriebswirtschaftlich zu realisieren.

Die Rahmenbedingungen für eine Inselnation sind ganz anders als zum Beispiel auf dem europäischen Kontinent. Denn 70% der Weltbevölkerung leben an Flüssen, Küsten oder auf mehr als 100.000 bewohnten Inseln und Inselstaaten.

Tourismus ist für viele Inselstaaten die einzige Einnahmequelle für die Bevölkerung sowie der wichtigste Faktor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Inselstaaten. Durch den Tourismus werden zusätzliche und lokal untypische Abfallströme auf die Inseln gelenkt. Die damit verbundenen Herausforderungen an die Logistik an eine nachhaltige Abfallmanagement Lösung lassen sich am besten mit Schiffen bewältigen.

Im Detail wurde auf Basis einer Abfallanalyse ein nationales Abfallmanagementsystem entwickelt und projektiert, bei dem die gesamte Prozess- und Verfahrenstechnik an Bord von zwei Schiffen untergebracht wird. Diese sind dauerhaft in dem größten Hafen des Landes an der Kaimauer stationiert. Um den Abfall von den übrigen acht bewohnten Inseln zu diesen Prozessschiffen zu bringen, gehört zu dem integrierten System auch ein wöchentlich umlaufendes Sammelschiff.  Voraussetzung für ein nachhaltiges Abfallwirtschaftssystem ist auf einem Inselstaat das Sammeln des Abfalls und das Verbringen des Abfalls zu den Häfen. Auch hierfür wurde ein vollständiges technisches und logistisches System entwickelt und projektiert. In dieser Realisierungsstudie sind sämtliche Anlagenbausteine dieser Kreislaufwirtschaft spezifiziert. Es wurden sämtliche Investitions- und Betriebskosten für das Gesamtsystem ein schiffsbasiertes nationales Abfallmanagement für die Kap Verdischen Inseln ermittelt. In Zusammenarbeit mit der KFW Entwicklungsbank wurde ein Betreiberkonzept entwickelt, welches Grundlage für eine Finanzierung darstellt. Dieses stellt die Basis und die Rahmenbedingungen für die abzuschließenden langfristigen Verträge mit den öffentlichen Partnern auf den Kap Verdischen Inseln dar.

Im Ergebnis ist ein inovatives Umwelt- und Klimarelevantes Abfallmanagementsystem auf Basis von Schiffen, die im Rahmen eines privaten öffentlichen Betreibersystems langfristig betrieben werden sollen, entstanden. Auf dieser Basis wurde ein Finanzplan entwickelt, der anhand von den an Bord der Schiffe produzierten elektrischen Energie, Trinkwasser und Kompost (Bodenverbesserungsstoff) aufzeigt, welche Mengen an elektrischem Strom, Trinkwasser und Kompost jährlich generiert werden können.

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