Die Ozeane – größte Mülldeponie der Welt

Der katastrophale Zustand unserer Meere und Ozeane

Vermüllt, vergiftet, überfischt, zu warm, zu sauer ... so lässt sich größtenteils der Zustand unserer Ozeane und Meere beschreiben.

Die Meere sind mittlerweile zur größten Mülldeponie der Welt geworden.

Mindestens 140 Million Tonnen an Plastik befinden sich bereits in den Meeren und Ozeanen unsere Erde. Jährlich gelangen weitere 10 Millionen Tonnen hinzu.

2050 mehr Plastik als Fische im Meer

Wenn alles weitergehe wie bisher, kommen bis 2025 eine Tonne Plastik auf drei Tonnen Fisch, bis 2050 wäre es dann mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren. Bei dem Plastikmüll handelt es sich hauptsächlich um Verpackungsmaterial.

Woher kommt der Abfall?

80 % der jährlich in die Meere gelangenden Abfälle stammen von Land. 20% stammen von See.

Warum gelangt so viel Abfall in die Meere und Ozeane?

Der Hauptgrund für dieses globale Problem ist, dass sich die meisten Länder dieser Welt eine so nachhaltige Abfallwirtschaft z.B. wie in Deutschland nicht leisten können.

70 % der Weltbevölkerung lebt an Küsten, großen Flüssen und auf Inseln

7,3 Milliarden Einwohner bevölkern unsere Erde. Und bis zum Jahr 2050 werden es 9,5 Milliarden Einwohner sein. 70% der Weltbevölkerung leben an Flüssen, Küsten oder auf mehr als 100.000 bewohnten Inseln.

Die katastrophalen Folgen der Vermüllung unserer Meere mit Plastik

Nicht nur unsere Umwelt leidet enorm unter der zunehmenden Plastikverschmutzung, mittlerweile landen die Plastikteilchen und die darin enthaltenen Schadstoffe über die Nahrungskette auch bei uns Menschen auf dem Tisch mit noch nicht erforschten Krankheitsfolgen.

Neben den gesundheitlichen Bedrohungen für Mensch und Tier hat der Plastik-Müll im Meer auch gravierende ökonomische Folgen:

Tourismusgebiete sind bedroht, Strände müssen ständig gesäubert werden, der Müll verfängt sich regelmäßig in Schiffsschrauben und Schiffskühlwassersystem.

Die Fischer haben nicht nur mit Plastikmüll in ihren Fischernetzen zu kämpfen, sondern fangen auch weniger Fische, da diese aufgrund der schlechten Umweltbedingungen abwandern. Auch die Wassermenge Landwirtschaft, die in Küstennähe betrieben wird, leidet unter verschmutztem Weideland. Bei Kraftwerken verursacht der Müll Schäden bei der Kühlwasseraufnahme, bei Entsalzungsanlagen blockiert er den Wasserkreislauf.

Darüber hinaus gehen Experten davon aus, dass die umherschwimmenden Plastikteilchen Schadstoffe aus der Umwelt aufnehmen, wie beispielsweise das als Insektizid verwendete DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan) oder das krebsauslösende PCB (Polychlorierte Biphenyhle). Wissenschaftler haben auf den Plastikteilchen Schadstoffe gemessen, die bis zu 1 Millionen mal höher sind als in dem umgebenden Wasser.

Welchen wirtschaftlichen Schaden richtet das Plastik in den Ozeanen an?

Allein der unmittelbare Schaden, den das Plastik jährlich global in den Meeren und Ozeanen verursacht, wird mit 13 Mrd.US$ beziffert.

Nach Expertenmeinung sind die durch Meeresmüll verursachten Umstände bereits katastrophal. Wenn wir nicht kurzfristig gegensteuern, wird der Lebensraum Ozeane irreparabel zerstört.